TOUR MUNDIAL DE BILLAR ARTISTICO in MEXICO CITY

Die eingeladenen europäischen Spieler waren die Weltmeister Jean Reverchon und Xavier Fonellosa, sowie Manfred Hekerle, dessen Leistungen und Engagement in Sachen Billard Artistik auch in Mexico nicht unbemerkt geblieben sind. Obwohl das Turnier als solches nur 4 Tage dauerte, waren für den Gesamtaufenthalt 2 Wochen geplant. Großes Interesse hatten die europäischen Spieler am Figurenprogramm und am Spielsystem. Das Panamerikanische Figurenprogramm besteht aus 70 Figuren, eingeteilt in 10 Sätze á 7 Stoßbilder. 41 Figuren sind an das UMB-Programm angelehnt, aber 29 waren unbekannt. Diese probieren und zu üben, hatten die Spieler vor dem Turnier nur wenig Zeit, nützten diese aber ausreichend. Einige Figuren waren sehr interessant und publikumswirksam, anderen kann man diese Attribute keinesfalls zuerkennen. Die 13 Teilnehmer waren in 3 Gruppen eingeteilt, wobei die europäischen Spieler in alle Gruppen platziert wurden, um jeden mexikanischen Teilnehmer die Gelegenheit zu geben, gegen jeden Europäer zu spielen. In den Gruppen galt best of 3, was bei 7 Figuren pro Satz von Beginn an eine Art Tie-break Gefühl aufkommen ließ. Das Abends bis zu 350 Personen zählende Publikum unterstützte Seine Spieler lautstark und enthusiastisch, verhielt sich aber auch gegenüber den Exoten aus dem fernen Kontinent absolut fair. Da die europäischen Spieler nur einmal gegeneinander an den Tisch kamen, waren diese Begegnungen stets in den Abendstunden angesetzt. Xavier Fonellosa hatte eindeutig das stärkste Wochenende, er gab nur eine Partie ab, Facundo Prieto lieferte mit 92,4% gegen den Spanier die beste Partie des Turniers. Manfred Hekerle verlor nur 2 Partien, eine gegen Fonellosa und eine weitete - frühmorgens - gegen Guillermo Elizondo. Die Partie Reverchon - Hekerle war von Beginn an spannend, doch mit über 61% konnte Hekerle diese Partie knapp gewinnen. Auch die Höchstserie darf Hekerle verbuchen, er spielte gegen Escobar 2 Sätze fehlerfrei.
Bedenkt man die Unerfahrenheit der europäischen Spieler gegenüber dem panamerikanischen Figurenprogramm, sind die Durchschnitte von über 50% durchaus bemerkenswert. Erwarten durfte man das nicht unbedingt, denn auch die aus dem internationalen Programm bekannten Figuren waren mit einem Unsicherheitsfaktor belegt. Einer der Spieler erfand dazu den Spruch, dass man eigentlich in Silicon Valley spielen würde, denn die Mexikaner liebten es viel Silikon auf die Bälle zu sprühen.

In der Woche danach war das Alternativprogramm angesagt. Tagsüber wurde die Millionenstadt besichtigt, abends mussten die Spieler dafür "arbeiten", wobei stets ein anderer Klub besucht wurde. Einmal stand das Finale eines Dreibandturniers auf dem Plan, für das sich die ansässigen Klubmitglieder in den Tagen davor qualifiziert hatten. Wie erwartet konnte in dieser Disziplin allein der französische Vizemeister im Dreiband, Jean Reverchon, die erwartet starke Leistung bringen. Ein Abend war für eine Lokaleröffnung reserviert, der wie alle anderen Besuche in Klubs für Schaukämpfe genutzt wurden. Die mit Abstand größte Demonstration wurde von Humberto Gallegos im nördlich von Mexico City gelegenen Toluca organisiert. Nach den Vorführungen die begeistert aufgenommen wurden und mit Zugaben beinahe zwei Stunden dauerten, mußten die Spieler Autogramme nicht nur auf Plakate setzen, auch auf Queues und Queuetaschen waren Ihre Unterschriften gefragt und begehrt.

Mexico ist ein im positiven Sinn billardverrücktes Land, wobei die große Mehrheit der Billardspieler Dreiband am Matchbillard praktiziert. Vereine mit 50 Tischen auf mehreren Etagen sind keine Seltenheit und das Interesse junger Spieler an diesem Sport ist enorm. Man wird wohl von Sportlern aus diesem Land bald mehr hören, der Wunsch nach Kontakten mit Klassespielern aus dem Ausland ist groß und Humberto Gallegos genau der Mann, der hier etwas bewegen kann.


Ein Gruppenbild mit allen Teilnehmern, Schiedsrichtern, Schreibern, Organisatoren, Helfern,......
Reverchon in action, cameras everywhere Teamshirts
yes Sir, more Silicon! Spielerbesprechung
Xavier Fonellosa bei der Ehrung Jean Reverchon passt der Sombrero nicht echt
Ein Gruppenbild der Organisatoren Ja, in Mexico lieben sie Gruppenbilder
Endstand der Gruppe 1, gewonnen durch Hekerle Gruppe 2, gewonnen durch Fonellosa
Fonellosa gewann auch Gruppe 3 Und das Classement
Auf dem Touristenmarkt Sightseeing in Xochimilco
Zwischendurch Unterricht geben ... ... und alle Möglichkeiten erklären.
Eine Lokaleröffnung der besonderen Art Reverchon an fluoreszierenden Bällen
Nachts dann wieder in der Stadt bei Musik
und Tequila natürlich ein Gruppenfoto
Die Sonnenpyramide darf nicht fehlen Eine interressante Zeiteise
Abends dann wieder Dreiband Tribünen selbst im kleinsten Saal
Die Motivation ist bei solchen Ereignissen... ...natürlich grösser als sonst.
Dann wieder eine Demonstration in einem überfüllten Saal
Hekerle am Tisch spätnachts dann noch ein Foto mit dem Besitzer
Im nördlichen Toluca allerdings ... ... setzten wir dem ganzen die Krone auf.
Abends füllte sich der Saal langsam Nach dem "einspielen" gings los
Beinahe kein Platz für die Akteure Tricks auch neben dem Tisch
Beinahe voll ... ... und dann bis zu 350 Leute um die Tafel
Nebenbei wurden auch Spielerbilder verkauft action
Ebenso anstrengend war das ... ... nicht endend wollende Autogrammgeben
Auch auf Taschen ... ... und Queues!
Wiederum spätnachts, wiederum ein Gruppenfoto und noch eins mit dem Chef persönlich